Nas & Damian "Jr. Gong" Marley
Meistens wird er einfach Nas genannt, auf Alben wird sein Name oft auch als NaS dargestellt. Er benutzte viele Namen im Laufe seiner Karriere. Sein erstes Pseudonym Nasty Nas verwendete er von 1992 bis 1994. Bei der Veröffentlichung seines zweiten Albums „It Was Written“ schlüpfte Nasir in die Rolle eines Mafiabosses und nannte sich Nas Escobar oder einfach nur Esco nach dem kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar. Nas wollte damit einen kriminellen Lebensstil vorgeben, ähnlich wie The Notorious B.I.G., der sich zu Lebzeiten Frank White nannte. 1999 machte Nas mehrmals Anspielungen darauf, dass er der Hip-Hop Messias und das goldene Kind sei. Im selben Jahr wechselte er seine Spitznamen von Esco zu Nastradamus nach dem französischen Propheten Nostradamus, der angeblich seine eigene Zukunft vorhersehen konnte (ähnlich wie Tupac Shakur mit der 7 Day Theory).
Nach dem Mord an Biggie Smalls, der viele Jahre lang am Olymp des New York Hip-Hop stand und unangefochtener King of New York war, standen Nas und Jay-Z sich als Rivalen bezüglich seiner Nachfolge gegenüber. Beide waren der festen Überzeugung, dass ihnen der Titel King of New York von nun an zustehe. 2002 nannte sich Nas God's Son. Es hatte kein bestimmtes Leitmotiv sondern einen religiösen Hintergrund (vermutlich stand es mit Jay-Z im Zusammenhang, der sich J-Hova nannte, was sich auf Jehova bezieht). Zwischenzeitlich nannte sich Nas auch noch QB's Finest, Thug Poet und Street Poet. 2004 wurde God's Son zum Street's Disciple, also zum Jünger der auf der Straße sein Handwerk lernte. Dieses Pseudonym trägt Nas bis heute.
Damian Robert Nesta Marley genannt Jr. Gong (* 21. Juli 1978 in Kingston) ist ein jamaikanischer Reggae-Musiker. Er ist der jüngste Sohn von Bob Marley und der ehemaligen „Miss World“ Cindy Breakspeare. Den Namen „Jr. Gong“ trägt er in Anlehnung an den Spitznamen seines Vaters „Tuff Gong“. Lange Zeit arbeitete er als DJ und fing mit 13 Jahren an Musik zu machen, zuerst in der zusammen mit Söhnen anderer berühmter Reggaemusiker gegründeten Band The Shepherds, später sowohl mit seinen Marley-Brüdern als auch als erfolgreicher Solokünstler. Anders als die meisten seiner Brüder beschränkt sich Damian Marley musikalisch nicht nur auf die Domäne seines Vaters, den Roots-Reggae, sondern verarbeitet auch zahlreiche andere Einflüsse, vornehmlich aus Dancehall und R‘n’B. Sein vokaler Stil ist stark vom jamaikanischen DJing, dem Toasting, geprägt. Welcome To Jamrock war das Lied, das Damian Marley zum Durchbruch und allgemeiner Anerkennung in der Reggae-Szene verhalf. Er machte den „Worldjam-Riddim“ von Ini Kamoze so populär, dass innerhalb kürzester Zeit viele Tracks aus der Reggae-, Jungle/Drum’n’Bass- und HipHop-Szene diesen Riddim verwendeten. Markant sind die Basslinie und die Zwischenrufe „out in the street, they call it murder!“. |